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Drei weitere
Spiele sind in der 2. Liga absolviert, und die
Fortuna ist angekommen. In allen Belangen. Auch
Fortunas Zwote in der Regionalliga West hat
Fahrt aufgenommen. Und die Besichtigung eines
neuen Stadions ist natürlich immer drin.
Außerdem will ich so langsam mal in Urlaub
fahren. Hier also meine Berichterstattung aus
den letzten vier Wochen. Willi Go!
Ein ganz normales
Auswärtsspiel
Am 4. Spieltag
hatten wir also nach zehn Jahren mal wieder das
Erlebnis eines Meisterschaftsspiels am
Montagabend live im DSF. Zum Glück unterschied
sich meine Anreise zu diesem Auswärtsspiel nicht
allzu sehr von einem Heimspiel, schließlich ging
es am 31.08.2009 in die Nachbarschaft, zum MSV
Duisburg. Wenn man aus Bonn über die A 3 kommt,
sind das nur zwei Autobahnabfahrten mehr. Das
war also okay. Da somit das komplette Wochenende
zur freien sportlichen Verfügung stand, nutzte
ich dies zu zwei Blicken über den Tellerrand: Am
Freitag, den 28.08.2009, schaute ich mal bei
unserer Zwoten vorbei, die sich derzeit als
Aufsteiger in der Regionalliga West tummelt, und
die eine große Woche vor den Füßen hatte: an
jenem Freitag gegen Eintracht Trier, am darauf
folgenden Dienstag bei RW Essen, und drei Tage
später, wieder freitags, daheim gegen Preußen
Münster. Alles erste Mannschaften natürlich. Ich
habe ja schon oft genug geschrieben, was ich von
zweiten Mannschaften in den höherklassigen Ligen
halte, nämlich nichts, deshalb werde ich das
auch nicht noch jedes Mal explizit erwähnen,
wenn von unserer Zwoten die Rede ist. Aber da
dem DFB meine Einstellung seltsamerweise völlig
egal ist, kann ich unserer Zwoten natürlich auch
die Daumen drücken, wenn sie schon in solchen
Ligen antreten. Und wer vor zwei Jahren noch
gegen Hönnepel-Niedermörmter spielte (kein
Unfug, die heißen wirklich so) und jetzt auf
einmal gegen Trier, RWE oder Münster, dem kann
ruhig auch ein wenig flau im Magen werden.
Außerdem gab es
gegen Trier auch auf der Gegenseite etwas zu
gucken. Schließlich werden die von niemand
Geringerem als Mario Basler trainiert, der mir
persönlich sehr sympathisch ist, außerdem kicken
bei der Eintracht mit Torwart Kenneth Kronholm
und Mittelfeldspieler Markus Anfang auch noch
zwei Ex-Fortunen. Grund genug, einmal ein Auge
auf das Spiel zu werfen. Und es lohnte sich,
Fortuna II gewann mit 2:1, doch ziemlich
überraschend, denn Eintracht Trier präsentierte
sich sehr druckvoll und spielsicher, verlor nur
mal ganz kurz den Überblick. Dies nutzten die
Fortuna-Bubis (ohne Abstellungen aus der Ersten
Mannschaft), um die frühe Führung der Gäste
durch einen Doppelschlag binnen sechzig Sekunden
nach einer halben Stunde umzudrehen und das
Ergebnis tatsächlich bis ins Ziel zu retten. Bis
heute ist dies die einzige Niederlage der
Trierer, die aufgrund der spielerischen Leistung
in der zweiten Halbzeit auch nicht unverdient
war, wie selbst Mario Basler nach dem Spiel
freimütig erklärte. Und fast 1.000 Zuschauer
sorgten auch für einen netten Rahmen an jenem
Freitagabend.
Dann überraschte
uns an jenem Wochenende noch die
Fortuna-Führung. Angesichts der Sturmmisere
wurde man quasi auf die letzte Sekunde noch
einmal auf dem Transfermarkt tätig und lieh
Martin Harnik von Werder Bremen aus. Der
österreichische Nationalspieler hat in Werders
erster Mannschaft derzeit keine Chance, soll
Spielpraxis erhalten. Und bevor der unwissende
Leser jetzt kombiniert, dass diese Ausleihe bei
unserem Personal doch ein Leichtes gewesen sein
muss: trotz unseres Trainers Norbert Meier
(lange Zeit als Spieler beim SV Werder), trotz
unseres Managers Wolf Werner (lange Zeit als
Scout beim SV Werder), trotz unseres
Vorstandsmitglieds Thomas Allofs (Bruder von SV
Werder-Manager Klaus Allofs) – dies war der
erste Spieler überhaupt, den wir von Werder
holen konnten, seitdem auch nur einer der drei
Herren bei uns im Amt ist, und Thomas Allofs ist
dies immerhin schon seit 2003. Ist also nicht
ganz so leicht, wie es sich auf dem Papier
manchmal ausnimmt. Leider war Harnik für das
Spiel in Duisburg noch nicht spielberechtigt.
Zur aktiven
Spielvorbereitung auf die Partie in Duisburg
fuhr ich am Sonntag, 30.08.2009, dann mal nach
Aachen, um mir den neuen Tivoli und das Spiel
der Alemannia gegen den FSV Frankfurt anzusehen.
Ist schön geworden, das Teil, auch braucht man
sich keine neue Anfahrt einzuprägen, der neue
Tivoli steht genau neben dem alten. Leider
durfte man sich neue Preise merken, Stehplätze
gibt es für 12 Euro, allerdings nur noch hinter
einem Tor, und nicht in Dreivierteln des
Stadions wie noch am alten Tivoli. Ich saß in
einem Sonderblock direkt daneben (S 6), mit
freier Platzwahl und „Steherlaubnis“, in dem
aber alles saß. Somit die billigste
Sitzplatzkarte – sie kostet 18 Euro. Dafür bot
sie aber echtes Urlaubsfeeling, weil viele
„ihren“ Sitz dadurch belegten, dass sie ihre
Jacke drauf legten und anschließend wieder zum
Catering runter gingen. Ich bin dafür, dass
Sitze auch im Stadion nur mit Handtüchern belegt
werden dürfen! Die „normalen“ Sitzplätze kosten
dann von 24 Euro an aufwärts, ziemlich happig,
wie ich finde, wobei mir bewusst ist, dass es
bei uns auch nicht viel billiger ist. Essen und
Getränke bewegen sich sowohl von der Auswahl als
auch vom Preis her im Rahmen des Üblichen, zu
den Getränken gibt es Wegwerfbecher ohne Pfand.
Und zwar aus gutem Grund: man hat es nämlich
jetzt auch in Aachen geschafft, diese dämliche
Bezahlkarte einzuführen, wie schon in Köln,
Schalke, München und wasweißich wo. Ich kann die
Dinger nicht ab, aber es sieht wohl so aus, als
ob man sich dran gewöhnen müsste...mal sehen,
wann bei uns jemand auf diese glorreiche Idee
kommt.
Hin- und
Rücktransport mit öffentlichen Verkehrsmitteln
liefen eigentlich sehr gut, dank einer
ellenlangen Busspur direkt an der Hauptstraße
waren wir sehr schnell weg. Besondere Erwähnung
verdient die Toilettenanlage, wobei ich
natürlich keine Ahnung habe, ob das überall im
Stadion so ist, oder nur auf dieser Seite
hinterm Tor („Bitburger Wall“). Es handelt sich
um eine große Anlage, bei der man schnell zum
Zuge kommt. Allerdings hat irgendein Witzbold
den Eingang genau unter die Schräge des
Treppenaufgangs in den Sonderblock gelegt, wo
sich aufgrund von Platzproblemen dann ruckzuck
alles staut. Man ist also schnell drin, braucht
aber umso länger, um wieder rauszukommen.
Irgendwie komisch.
Zum Spiel: es war
ein verdienter 3:0-Sieg der Alemannia, weil
Frankfurt sowas von schlecht war, dass ich mich
ernsthaft fragte, was die glaubten, das sie da
unten veranstalten. Außer dem Torwart und dem
11er, einem Peruaner namens Junior Ross, schien
keiner von denen zu wissen, worum es bei diesem
Spiel geht. Als der in der 67. Minute dann noch
verletzt vom Platz ging, war es das denn auch
für Frankfurt. Coulibaly traf mit einem
Flanken-Freistoß, an den keiner herankam, eher
„aus Versehen“ das Lattenkreuz, mehr gab es von
Frankfurt nicht zu sehen. Aachen war nicht viel
besser, nahm den Gegner in der ersten Halbzeit
aber mal eine halbe Stunde Ernst und machte die
zwei Buden, die das Spiel entschieden. In der 2.
Halbzeit ließen sie den Gegner kommen, der das
gar nicht wollte und konnte, dementsprechend ein
echter Langweiler, nur kurz unterbrochen durch
das famose 3:0 von Auer in der 87. Minute.
Auffällig war,
dass schon bei Verkündung der Aachener
Mannschaftsaufstellung der eigene Trainer
ausgepfiffen wurde. Und wenn die Mannschaft dann
noch so einen Verwaltungsfußball hinlegt, wird
die Einstellung zum Trainer trotz dieses
lockeren Sieges wohl nicht viel besser werden.
Dachte ich noch so vor mich hin – schwupps, eine
Woche später war Trainer Seeberger Geschichte,
er wurde in der Länderspielpause beurlaubt.
Angeblich habe die Chemie zwischen Trainer und
Mannschaft nicht mehr gestimmt. Und dann nutzt
es auch nix, wenn du mal eben 3:0 gewinnst.
Nach diesen
Ausflügen war ich gewappnet für das Spitzenspiel
in Duisburg. Endlich mal wieder ein kleines
Derby, das den Namen auch verdiente. RWE und
Wuppertal hab ich eh nie für so etwas gehalten,
das sehen wohl nur Marketingabteilungen der
beteiligten Vereine als Derbys. Naja, und die
Wuppis vielleicht doch auch, denn ansonsten
hätten sie ja nie eins.
Also, auf nach
Duisburg, zum selbsternannten Aufstiegsfavoriten
mit dem Lautsprecher der Liga auf der Showbühne,
äh, am Spielfeldrand, Peter Neururer. Der
trommelte vor dem Spiel auch gewaltig ins
PR-Horn, ließ bei jeder möglichen und
unmöglichen Gelegenheit verlauten, dass er mit
10.000 Düsseldorfern rechne und daher die
Duisburger auffordere, ins Stadion zu kommen,
damit es für sein Team kein Auswärtsspiel werde.
Anscheinend war der Kartenvorverkauf in Duisburg
routiniert schleppend verlaufen. „Peter der
Große“ schreckte auch nicht davor zurück, dies
bei einem Interview im DSF kund zu tun.
Ausgerechnet bei jenem Sender also, der das
Spiel live übertrug (und dem wir diese
Drecks-Anstoßzeit verdanken, das kann man gar
nicht oft genug wiederholen), forderte der Peter
die Zuschauer auf, eben nicht am Fernseher zu
kleben, sondern lieber ins Stadion zu kommen.
Der schreckt wirklich vor nix zurück!
Für unseren Coach
Norbert Meier war es natürlich ein ganz
besonderes Spiel, auch wenn er dies nicht gerne
zugab. Er traf zum ersten Mal seit der
„Kopfstoßaffäre“ mit dem damaligen Kölner Albert
Streit am 6. Dezember 2005 in einem Pflichtspiel
auf seinen damaligen Club. Die Emotionen um
seine bevorstehende Rückkehr spielte er mit
einer schön zweideutigen Aussage herunter, indem
er sagte: „Ich bin zwar unter mysteriösen
Umständen ausgeschieden, aber ich hatte mit
keinem Duisburger Streit.“ Und nach der
„Weiterentwicklung“ des Spielers Albert Streit
in Köln, Frankfurt, Schalke, Hamburg und aktuell
wieder Schalke denke ich, dass der ein oder
andere Anhänger der genannten Vereine dem Norbi
nachträglich zu dieser Aktion beglückwünschen
würde. Die natürlich ein Fehler war, darüber
brauchen wir nicht weiter diskutieren.
Nun, es wurden
nicht ganz die von „Dancing Pete“ befürchteten
10.000 Düsseldorfer an jenem herrlichen
Spätsommerabend, aber so an die 8.000 waren es
doch, die den Aufsteiger beim Aufstiegsfavoriten
unterstützen wollten. Insgesamt kamen 27.000
Zuschauer, eine recht ordentliche Kulisse für
das als durchaus kritisch bekannte
Wedau-Publikum, welches in der aktuellen Saison
auch tatsächlich alles glaubt, was ihr Trainer
ihnen so erzählt. Woher die dieses
Selbstverständnis nehmen, ist mir zwar auch ein
Rätsel, aber wenn man dadurch besser schläft,
dann will ich mal nicht so sein. Jeder so wie er
mag.
Fortuna verlor
auch das zweite Auswärtsspiel der Saison. 3:0
hieß es am Ende für die Gastgeber, was ein
ziemlicher Witz und selbst Peter dem Besten
etwas peinlich war. Definitiv um ein, vielleicht
um zwei Tore zu hoch fiel der Sieg aus. Nun gut,
dafür kann man sich nichts kaufen, aber man
konnte einige positive Dinge aus dem Spiel
mitnehmen, die das doch deprimierende nackte
Ergebnis ein wenig netter gestalten konnten. In
der ersten Halbzeit war Fortuna nämlich die klar
bessere Mannschaft, spielte munter nach vorne,
und der eigentlich schon feststehende Aufsteiger
(in memoriam Wolfgang Jerat) MSV Duisburg bekam
mal gar nichts auf die Kette. Aber in diesem
Spiel sollten wir ganz übel Lehrgeld bezahlen.
Die durchaus vorhandenen guten Chancen wurden
nicht reingemacht, und dann, zwei Minuten vor
der Pause, entwischt die Wolfsburger Leihgabe
des MSV, Caiuby, einmal seinem Schatten Claus
Costa im Mittelfeld. Der versucht ihn noch
festzuhalten, aber Caiuby ist eindeutig
schneller. Anschließt legt er die Kugel
Tararache auf den Fuß, der schaut einmal und
lässt anschließend einen Böller aus 18 Metern
los, der links oben in die Ecke passt. Ein
Sonntagsschuss, ein prima Tor, so kurz vor der
Pause natürlich unglücklich, denn in dieser
Situation passt dieser Unfug vom „psychologisch
ungünstigsten Moment“ ziemlich genau: Sekunden
vor diesem Spielzug hatte es auf Duisburger
Seite einen Fehlpass und damit verbunden erste
Pfiffe des genervten Publikums gegeben. Wir
hatten sie also so weit im Griff, dass selbst
die Zuschauer schon ungeduldig wurden – dann
ließ der Tararache mal einen los, den er so auch
nicht in jedem Spiel trifft, und wir lagen in
Rückstand. Ärgerlich.
Das war aber
nichts gegen das, was sich kurz nach der Pause
ereignete: in der 52. Minute Ecke für Fortuna
von links. In der Mitte setzt sich Bulykin
durch, kann einen tollen Kopfball auf das lange
Eck bringen. MSV-Keeper Starke kommt mit den
Fingerspitzen noch dran, lenkt den Ball an den
Innenpfosten und dann – springt die Kugel wieder
ins Feld zurück! Zwei Duisburger und der Keeper
können dann noch gemeinschaftlich den
Nachschuss-Versuch von Anderson verhindern, der
Ball bleibt im Spiel, der Gegenzug läuft. Über
links hat Tararache mächtig viel Zeit zum
Flanken, er setzt einen butterweichen Ball auf
die Höhe des langen Pfosten, und dort steht
mutterseelenallein Christian Tiffert, da hatte
wohl kein Fortune grad Zeit, mit zurückzulaufen.
Und der setzt nun einen tollen Hechtkopfball
gegen die Laufrichtung von Keeper Ratajczak –
und der Ball ist drin, 2:0. Unglücklicher
geht`s wohl kaum. Natürlich geht das: nur wenige
Minuten später erwischt Oliver Fink einen hohen
Ball nur mit dem Hinterkopf, verlängert ihn
dadurch geschickt über Hamza Cakir hinweg in den
Lauf von MSV-Torjäger Sandro Wagner, und der
lässt sich die Chance nicht entgehen und netzt
aus zwölf Metern flach gegen den machtlosen
Ratajczak ein. 3:0, Fisch gegessen. Einmal
schieres Pech und ein krasses Missverständnis
entschieden die Partie, die der MSV danach
routiniert nach Hause spielte. Der Sieg war
verdient, nicht aber die Höhe, zumal die Fortuna
auch nach dem 0:3 noch weiter versuchte, nach
vorne zu spielen, aber die Luft war raus. Zum
Schluss musste man noch aufpassen, nicht unter
die Räder zu kommen, so gesehen konnte man froh
sein, als der Schiri endlich abpfiff. Das war
übrigens mein Freund Manuel Gräfe, von daher
schon kein gutes Omen für mich. Aber der war
diesmal nun wirklich nicht Schuld an der
Niederlage. Und zu Ende war der Abend damit für
einige noch lange nicht. Hier mein
Erlebnisprotokoll:
Duisburg,
31.08.2009, ca. 22.00 Uhr: Der Schiri pfeift die
Zweitliga-Partie MSV Duisburg gegen Fortuna
Düsseldorf ab. Die Gastgeber haben 3:0 gewonnen,
gefühlt ungefähr sechs Tore zu hoch. Aber wer
seine Torchancen nicht nur heraus spielt,
sondern auch nutzt, der gewinnt halt verdient,
Punkt. Der Gast und Aufsteiger hat beileibe
nicht enttäuscht, allerdings viel „Lehrgeld“
zahlen müssen. Kann schon mal vorkommen.
22.05 Uhr: die
Heimmannschaft begibt sich auf die
obligatorische Klatsch-Ehrenrunde und verharrt
noch ein wenig vor der eigenen Fan-Kurve. Aus
der Gästekurve sind ebenfalls noch lautstarke
Gesänge zu hören, schließlich hat die Mannschaft
ja auch nicht schlecht gespielt. Soll auch schon
mal vorkommen.
22.10 Uhr: die
meisten Spieler sind schon in den Katakomben
verschwunden, einige geben noch Interviews. Die
Heimfans machen sich zufrieden auf den Heimweg.
Business as usual. Im Gästeblock wird immer noch
gesungen und gefeiert. Das kommt schon seltener
vor.
22.20 Uhr: nu ist
wirklich keiner mehr auf dem Rasen, der in den
vergangenen zwei Stunden etwas abgeliefert hat,
was zu bejubeln wäre. Aber so ein leerer Rasen
im Flutlicht, quasi nach der Schlacht, spricht
auch das nüchternste Fan-Herz natürlich an.
Zumindest wird im Gästeblock immer noch
gesungen. Und nicht von drei, vier Unverzagten,
sondern es sind bestimmt immer noch 2.000 Leute,
die ihre Kehlen für den nächsten Arbeitstag
ruinieren. Ich stelle mir vor, dass der erste
Trommler bereits wegen Sehnenscheidenentzündung
behandelt wird und ein Ersatzmann an die Trumm
gehen muss. Ordner, die die Werbebanden
sortieren, freuen sich über die musikalische
Untermalung ihrer ansonsten so nüchternen
Arbeit. Darauf angesprochen sagen sie, das käme
eher nie vor.
22.30 Uhr: die
Situation spitzt sich zu. Müsste erste
Heiserkeitsausfälle im Gästeblock geben. An der
Trommel stehen sie bestimmt jetzt schon zu
dritt. Die ersten Ordner in der Mixed Zone
beschweren sich über die Lärmbelästigung am
Arbeitsplatz. Aus demselben Grunde wird jetzt
MSV-Boss Hellmich im VIP-Raum bestimmt langsam
blass. Was das an Überstunden für den Platzwart
kostet! Normalerweise hat der um diese Uhrzeit
schon das Licht ausgeknipst und sitzt in den
Katakomben beim Feierabendbier. Außerdem können
gefährliche Verbrüderungsszenen gesichtet
werden: die Ordner am Gästeblock wippen
erkennbar einige Male mit den Füßen im Takt mit!
Und sogar das ein oder andere Grinsen bei der
Security kann gesichtet werden. Das kommt hier
noch nicht einmal vor, wenn Duisburg I gegen
Duisburg II spielt.
Gegen 22.45 Uhr:
der Spuk ist vorbei. So zumindest muss es den
Duisburgern vorgekommen sein. Die übrig
gebliebenen Gästefans ziehen nach der
kostenlosen Gesangsstunde friedlich von dannen,
und ich hoffe nur, dass keiner von denen später
noch in ein Taxi steigen muss. Der kann dann
sein Fahrtziel sicherlich nur noch schriftlich
mitteilen.
Soweit der
Nachklapp zu einem ganz normalen Auswärtsspiel
der Fortuna. Eines, das die Fans zu einem ganz
besonderen Abend machten, einfach nur, indem sie
demonstrierten, dass es manchmal auf das
Ergebnis nicht ankommt, wenn die Leistung
gestimmt hat. Natürlich bekommen wir dafür keine
drei Punkte mehr, noch nicht mal einen
Extrapunkt für Kreativität. Aber das spielt auch
keine Rolle. Dass selbst die Fernsehleute, die
ja eh stets glauben, schon alles gesehen zu
haben, wirklich bewundernd den Kopf schüttelten
und dass ein Duisburger Ordner mich mit
entgeistertem Gesichtsausdruck ansprach: „Hat
keiner euren Leuten gesagt, wie das Spiel
ausgegangen ist?“ – das sind schon eher Dinge,
die nachhaltig bleiben. Die Fortuna-Fans haben
an jenem Abend eindrucksvoll gezeigt: wir sind
wieder da! Und das in absolut positivem Rahmen.
Wer möchte an einem solchen Abend noch mit den
Duisburgern tauschen? Ihr habt die Punkte – wir
haben die Stimmung! Und manchmal ist eben auch
im Fußball weniger mehr. Da beneide ich die
Duisburger auch nicht, selbst wenn ich gerade
gegen die verloren habe.
Noch
eindrucksvoller ist dies natürlich, wenn es sich
nicht um den ersten Auftritt dieser Art handelt.
Denn bereits am Spieltag zuvor, nach dem
Heimsieg gegen Koblenz, verblüfften einige
Hundert Fans die siegreiche Mannschaft eine
halbe Stunde nach dem Spiel beim Auslaufen noch
mit ihren Gesängen, frei nach dem Motto: „Wir
gehen heute nicht nach Haus!“ Man darf somit
feststellen, dass nicht nur die Mannschaft in
der 2. Liga angekommen ist, sondern dass auch
von den Fans in dieser schweren Saison mit
vollem Einsatz zu rechnen ist. Ein
verheißungsvoller Auftakt, hüben wie drüben.
Als ich mich in
Duisburg auf den Rückweg mache, kassiere ich an
meinem Wagen auf einem der offiziellen
Parkplätze direkt vor der Haupttribüne (!) erst
einmal drei Flyer ein, mit denen das Auto
während des Spiels an Windschutz- und
Seitenscheibe zugepflastert worden ist. Einer
davon ist wirklich und wahrhaftig das Werbeblatt
einer Tabledance-Bar, welches für
Junggesellenabschiede wirbt und einen Gutschein
über 20 € für einen Tabledance mit der Dame
meiner Wahl enthält! Und während mein
Meinungsbild noch zwischen „Arme Duisburger“ und
„Ist ja eine nette Idee“ schwankt, nehme ich mir
vor, diese Bar demnächst mal aufzusuchen. Dann
zeige ich meinen Gutschein vor und verlange die
Dame Fortuna. Und ich bin sicher – die könnt ihr
mir für alle Gutscheine der Welt nicht bieten.
Die hat man oder man hat sie nicht. Und mit
Preisnachlass bekommt man sie eh nicht. Nur voll
und ganz – wie an jenem Abend noch lange nach
Spielschluss eindrucksvoll zu sehen und zu hören
war.
Zur Abreise dann
noch ein kurze Beschreibung: Aufgrund dieser
dämlichen Sperrung der Kalkstraße in eine
Richtung, das ist die Hauptabgangsstraße rund
ums Stadion, verspürte ich wenig Lust, mich in
die ellenlange Schlange Richtung Autobahn A 3
einzureihen und wählte daher eine Heimfahrt mit
Umwegen, aber schön flott: A 59, B 8, A 44, A 3,
A 59 II, A 565 - ich hab sie alle gehabt! Und
war immer noch wesentlich früher zuhause, als
wenn ich mich brav eingereiht hätte. Diese
Sperrung verstehen selbst Einheimische nicht,
dann muss ich das auch nicht nachvollziehen
können. Erinnerte mich ein wenig an die
ebenfalls völlig unsinnige Sperrung in Offenbach
am Ostersamstag, die uns aber immerhin nach dem
Spiel noch zu einem Autokorso vor dem
Offenbacher Rathaus verhalf.
Insgesamt fand ich
das Spiel wirklich nicht so schlecht, wie es das
Ergebnis aussagte. Lehren ziehen, abhaken und
weiter machen!
Noch mehr alte
Bekannte
Am Tag nach der
Niederlage gab es dann wenigstens noch etwas zu
grinsen: unsere Zwote trat bei RW Essen an und
schaffte das, was der Ersten seit acht Jahren
nicht mehr vergönnt war – sie gewann mit 1:0 bei
RWE. Natürlich mit etwas Glück, denn die
Gastgeber waren vor über 6.000 Zuschauern
eigentlich die dominierende Mannschaft,
allerdings im Abschluss zu harmlos, und unsere
Bubis (mal wieder ohne Abstellungen aus der
Ersten Mannschaft) hielten prima dagegen. Der
gerade im August 20 Lenze alt gewordene Stürmer
Marcel Gaus, den man noch am ehesten als
„Abstellung“ bezeichnen kann, weil er bei den
Profis trainiert und meistens bei den Spielen
der Ersten Mannschaft auch auf der Bank sitzt
und zu Kurzeinsätzen kommt, jener Marcel Gaus
also knipste die Essener eine Viertelstunde vor
Schluss dann mit dem Goldenen Tor endgültig aus.
Und so konnten die paar mitgereisten
Fortuna-Fans dann auch intonieren: „Vierte Liga
– jeder weiß, warum!“ Und fanden damit wohl auch
in Essen selbst Gehör, denn die schauten sich
das noch zwei Spiele an und entließen dann
Trainer und Manager (undwasweißichnochalles)
Thomas Strunz, der nun wirklich kein Glück, aber
auch von Anfang an einen schweren Stand hatte.
Bei Essen steht derweil die gesamte Saison auf
der Kippe, zwar hat man einen Etat, der immer
noch um ca. 1 Mio. höher liegt als der der
Fortuna, aber auch dieser scheint derzeit nicht
auszureichen, um das ein oder andere Loch zu
stopfen. Und aktuell stehen sie in der 4. Liga
auch nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz
entfernt. „Fehlstart“ dürfte für die derzeitige
Situation dort noch eine sehr gemäßigte
Formulierung sein. Natürlich gehören die dort
eigentlich nicht hin, wenn ich allerdings
rekapituliere, was man sich in den letzten
Jahren von dort alles anhören durfte und was man
dort auch so alles erleben musste, dann…nun, ich
habe es zu Beginn des Absatzes schon
geschrieben, dann muss ich halt auch mal
grinsen, wenn diese Lautsprecher selbst gegen
unsere Zwote verkacken. Selbiges gilt auch für
den Wuppertaler SV, aktuell souveräner
Tabellenletzter in der Dritten Liga mit dem
schönen Uwe auf der Trainerbank, und derzeit auf
dem besten Wege, in der nächsten Saison
ebenfalls gegen unsere Zwote antreten zu dürfen.
Wie war noch der unvergessene Spruch von
Wuppi-Präsident Friedhelm Runge vor dem
Spitzenspiel in der Regionalliga Nord bei uns im
Februar 2008: „Mir ist egal, wer hinter uns
Zweiter wird!“ Da gab es wohl auch einige Leute,
die ihm das geglaubt haben. So schnell kann es
gehen. Aber es bleibt für beide Clubs ja noch
genügend Zeit in dieser Saison, um das Ruder
herumzureißen. Oder komplett abzustürzen.
Es folgte das
schon erwähnte spielfreie Wochenende aufgrund
der Länderspiele. Dies galt natürlich nicht für
die Regionalliga West, weshalb ich mich an jenem
Freitag dann wieder aufmachte, um die Zwote zum
Abschluss ihrer „Traditionswoche“ gegen Preußen
Münster zu begutachten. Diese Idee hatte ich
nicht exklusiv, insgesamt waren es 1.515
Zuschauer, ein toller Rahmen. Und man muss ja
auch bescheiden bleiben und kann nicht alles
haben – nach den beiden unerwarteten
Schelmenstücken der Zwoten gegen Trier und Essen
wurde es nun die erste Saisonniederlage – 1:2
gegen Preußen Münster. Auch nicht unverdient,
aber unnötig, denn die Preußen waren eher
schlechter als in der Woche zuvor Trier. Aber
sie nutzten ihre Chancen vor der Pause besser.
Alle Treffer fielen im Abschnitt zwischen der
40. und 45. Minute, wer also vorzeitig die
Tribüne verließ, um sich zu verpflegen oder aufs
Klo zu gehen und den zu erwartenden
Menschenschlangen auszuweichen, der hatte Pech
und verpasste direkt mal alles. Führung für die
Preußen in der 40. Minute, Ausgleich in der 42.
Minute, Siegtreffer in der 45. Minute – man kam
sich vor dem wie beim Tennis, immer hin und her,
und jeder Angriff ein Treffer. In der zweiten
Halbzeit fiel der Zwoten nicht viel ein, und die
Preußen schaukelten den Sieg halbwegs souverän
nach Hause, mussten sich aber zum Schluss bei
ihrem Keeper bedanken, der bei der einzigen
Fortuna-Großchance in Halbzeit Zwei in der 89.
Minute großartig gegen den eingewechselten
A-Jugendlichen Martin Blaas parierte und den
Sieg festhielt. Schade, aber kein Beinbruch.
Was den Abend dann
doch noch überraschend gestaltete, war die
Tatsache, dass die Fans von Preußen Münster mit
zwei Ultra-Gruppierungen anreisten, die sich
untereinander so „gut“ verstehen, dass sie in
den beiden Abschnitten des Gästeblocks
tatsächlich getrennt untergebracht werden
mussten, mit Zaun, verschlossenem Tor, Polizei
und Ordnern dazwischen! Warum sich die eine
Gruppe von der anderen abgespalten hat, weiß ich
nicht, kann und will es daher auch nicht
bewerten, gebe aber gerne zu, so etwas auch noch
nicht erlebt zu haben. Wie ein User des
Fortuna-Forums nach dem Spiel treffend schrieb,
dies hatte etwas von der judäischen Volksfront
und ihrem unerbittlichen Kampf gegen die
Volksfront von Judäa. Monty Python-Liebhaber
wissen Bescheid. Die eine Truppe praktizierte
eher oldschool-Support, während die andere,
zahlenmäßig unterlegen, eher zur Samba-Fraktion
des Genres zu gehören scheinen. Und so sangen,
trommelten und wedelten sie sich gegenseitig in
Grund und Boden, völlig egal, ob es grad zum
Spiel passte, und waren auch so mit sich selbst
beschäftigt, dass sie zumindest das 2:1 wohl
erst wahrnahmen, als die entsprechende Durchsage
getätigt wurde. Manchmal verstehe ich diese Welt
nicht, aber das muss ich wohl auch nicht. Auf
jeden Fall ein höchst interessanter Anblick!
Am 11.09.2009,
einem Freitag, ging es dann endlich in der 2.
Liga weiter, Heimspiel gegen den FC Augsburg,
von vielen als Geheimfavorit eingestuft. Wenn
man sich den Kader der Augsburger beschaut, dann
ist das durchaus zutreffend, die haben enorm
aufgerüstet. Und deren Hauptzahlemann Walter
Seinsch hatte auch schon zuvor bei der
Einweihung der neuen heimischen Arena verkündet,
dass er in diesem Schmuckkästchen sicher nicht
noch jahrelang zweite Liga sehen will. Mit dem
FCA wird also noch zu rechnen sein, auch wenn
der Start in die neue Saison etwas holprig
verlief.
Und natürlich
waren wieder alte Bekannte am Start, ohne geht`s
ja nicht. Wobei uns der eine, Marcel Ndjeng, für
uns am Ball in der Regionalliga-Aufstiegssaison
2004/05, herzlich egal war, der wechselt ja eh
seine Vereine wie andere Leute ihre Socken,
musste ja irgendwann mal wieder gegen uns
spielen. Aber der Andere! Axel Bellinghausen,
insgesamt sieben Jahre bei der Fortuna am Ball,
2005 nach Kaiserslautern und vor der aktuellen
Saison dann nach Augsburg gewechselt. Immer noch
absoluter Publikumsliebling bei uns, und das
gern verwendete Bonmot, gewissen Leuten nach dem
Spiel doch einfach einen Sack über den Kopf zu
stülpen und sie hier zu behalten, wäre bei ihm
eine ernsthafte Option. Nach vier Jahren kehrte
er endlich wieder nach Düsseldorf zurück, leider
im falschen Trikot. Aber er ist ja auch lange
noch nicht am Ende seiner Karriere…
Die erste Halbzeit
des Spiels vor 20.235 Zuschauern war das
Schlechteste, was Fortuna in dieser Saison bot.
Man kam einfach nicht in die Gänge, der Gegner
war klar besser, kombinierte flüssig und hatte
im Mittelfeld alles im Griff. Nur ab und zu kam
die Fortuna durch, wirklich zwingend eigentlich
nur in der 20. Minute, als Jovanovic am
Strafraum schön bedient wurde, sein Lupfer über
Augsburgs Ersatzkeeper Lukas Kruse (Jentzsch lag
mit Magen-Darm-Grippe flach) allerdings misslang
und auch von seinem Sturmpartner Bulykin, eh
nicht der Schnellste vor dem Herrn, erreicht
werden konnte. Augsburg tastete sich so langsam
auf den Fortuna-Kasten vor und bekam die große
Chance zur Führung auf dem Silbertablett
serviert: nach einer knappen halben Stunde drang
Stürmer Thurk links in den Strafraum ein,
Anderson flog von der Seite heran, Thurk fiel
um, und es gab Elfmeter. Sicher einer, den man
geben kann, Anderson attackierte zu ungestüm,
aber dazu hätte ich später in anderer Sache noch
was.
Also: Elfmeter für
Augsburg. Thurk selbst will das Ding natürlich
versenken – und scheitert an unserem
Ersatzkeeper Michael Ratajczak! Der hat dann
zwar Glück, dass Ndjeng der Nachschuss
verrutscht, und der Ball knapp über das Tor
fliegt, aber das schmälert seine Parade nicht im
Geringsten. Er hatte sowieso einen ganz großen
Tag erwischt.
An ihm lag es auch
nicht, dass Augsburg fünf Minuten nach dem
verschossen Elfmeter dann doch in Führung ging.
Vorbereitet von Ex-Fortune Ndjeng, der alle Zeit
zum Flanken hatte, abgeschlossen von Thurk, der
in der Mitte völlig frei zum 0:1 unter die Latte
köpfte. Sich anschließend noch einige lustige
Fingerspiele gegen die Fortuna-Fankurve hinter
dem Tor leistete, was merkwürdigerweise vom
äußerst schwachen Schiri Tobias Christ nicht
geahndet wurde. Ja, der Thurk ist doch immer
wieder ein Strahlemann. Aber solange er es sich
ungestraft leisten kann…
Die Führung war
verdient, keine Frage, und Augsburg nahm sie
auch verdient mit in die Pause. Und danach
hätten sie sich auch gleich die Vorentscheidung
verdient, aber einer hatte etwas dagegen:
Michael Ratajczak. Denn da die Fortuna nach der
Pause natürlich hinten aufmachte, spielte der FC
Augsburg einige mustergültige Konter aus, es war
ja genug Platz da. Allein dreimal rettete
Ratajczak gegen den völlig frei stehenden
Strahlemann Thurk, der es mit zunehmender
Spieldauer kaum noch glauben mochte. Glanzstück
war sicherlich die Parade auf der Linie, als
Thurk nach einem Sahne-Konter der Gäste
plötzlich am Fünfmeterraum völlig frei zum
Abschluss kam. Ein sensationeller Reflex. Aber
auch im Strafraum behielt Ratajczak im Eins
gegen Eins die Übersicht und die Fortuna blieb
im Rennen. Sie eroberten immer mehr Raum auf dem
Platz, drängten nach vorne und erspielten sich
peu à peu ihre Möglichkeiten. Dann kam auch noch
Pech hinzu: in der 77. Minute fasste Kruse bei
einer Ecke mal daneben, Jovanovic beförderte den
Ball per Kopf Richtung Tor – und da stand
ausgerechnet Axel Bellinghausen und rettete per
Kopf auf der Linie! Diese Ex-Fortunen, wenn sie
vorne mal nicht treffen, verhindern sie hinten
die Gegentreffer. So langsam kam mir der
Gedanke, dass wir hier noch zwei Stunden
weiterspielen könnten, ohne das Tor zu treffen.
Zum Glück dachte die Mannschaft nicht so, die
spielte einfach weiter. Und wurde belohnt. In
der 83. Minute Freistoß von halblinks, Höhe
Strafraum. Linksverteidiger Weber schießt die
Kugel knapp über der Grasnarbe in den Strafraum,
gefühlte hundert Beine strecken sich danach,
keiner kommt ran, und dann ist der Ball
plötzlich in der langen Ecke. Ausgleich!
Sicherlich glücklich, aber aufgrund des großen
Kampfgeistes in der 2. Halbzeit nicht
unverdient. Und den Augsburgern muss man ganz
klar das sagen, was wir uns in den letzten
beiden Jahren oft genug selbst sagen mussten:
wenn man solche Chancen hat und den Sack nicht
zumacht, darf man sich nicht wundern, wenn es
dann hinten noch einschlägt. Wie gesagt: kennen
wir selbst zur Genüge. Dass es uns auf der
Habenseite auch mal was bringen würde, dieses
Gefühl kennen wir eigentlich weniger. Von daher
ein ganz klarer Punktgewinn.
In der
Nachbereitung des Spiels gab es noch zwei Dinge,
die sehr schön die Kompetenz des DSF aufzeigen.
Da wäre zum Einen die Elfmeterentscheidung. Wie
gesagt, ich finde, den kann man geben, weil ein
Schiedsrichter eben keine Zeitlupe hat, unser
Verteidiger sehr ungestüm in den Zweikampf ging
und auch eine Berührung stattfand. Das fand auch
der Kommentator des DSF, den Namen habe ich
verdrängt. Der fand das allerdings immer noch
so, während zeitgleich die zweite Zeitlupe des
„Fouls“ lief, eine Nahaufnahme der Situation. In
der man dann sehr schön sehen konnte, wie Thurk
sein rechtes Bein bei Anderson einhakt und den
Elfer somit quasi „im Vorbeigehen“ mitnimmt.
Deshalb war er ja auch so schnell wieder auf den
Beinen, sowas fällt bei dem ja unter
„Schlitzohrigkeit“. Wie gesagt, für den Schiri
war das nicht zu sehen. Dass der Mensch vom DSF
aber hartnäckig von einem „hundertprozentigen
Elfmeter“ spricht, während die eigene Zeitlupe
das Gegenteil zeigt und zwar genau in dem
Moment, in dem er seine Weisheit heraus posaunt
– das ist schon, naja, sagen wir lustig. Alles
Andere würde diese Inkompetenz nur aufwerten.
Wie zum Beispiel
die zweite „Anekdote“, die ich weniger lustig
fand. Das DSF filmte nämlich per Zufall ein
kurzes Wortgefecht zwischen Fortuna-Spieler
Olivier Caillas und FCA-Manager Andreas Rettig
beim Gang in die Halbzeitpause. Gehört hatten
sie dummerweise nichts. Um ihrem Anspruch des
Schlüsselloch-Journalismus auch entsprechend
gerecht zu werden, wollte man nach dem Spiel ein
Statement von beiden Protagonisten. Von Caillas
bekamen sie keins, dem hatte Fortuna-Manager
Wolf Werner einen Maulkorb verpasst. Dies
kommentierte die DSF-Moderatorin Daniela Fuß mit
den Worten: „Bei einigen scheinen die Nerven
jetzt schon blank zu liegen.“ Eine fluffige
Rufschädigung zur besten Fußball-Sendezeit. Sie
hatte keinen Plan, worum es überhaupt ging, aber
genau dazu musste sie dann ihr sendereigenes
Statement loslassen. Wahrscheinlich weil die es
nicht gewohnt sind, wenn man sie mal nicht so
bedient, wie sie es gerne hätten.
Der Rettig gab
dann noch die Auskunft, Herr Caillas sei kein
fairer Sportsmann, angeblich habe er beim Schiri
Gelbe Karten für die Augsburger Spieler
gefordert. Kann man mal sagen. Was man dann
nicht sagen kann, ist, dass man den Caillas ja
schon seit Jahren kennen würde, das wäre ja nix
Neues, diese Unsportlichkeit. Das kann man schon
mal gar nicht sagen, wenn man Andreas Rettig
heißt. Natürlich tat er es trotzdem. Dieser
kleine Pinscher faselt etwas von sportlichem
Auftreten, ausgerechnet der! Bei mir unvergessen
sein legendärer Auftritt bei der ebenso
legendären, weiter oben bereits beschriebenen
Kopfstoß-Aktion unseres jetzigen Cheftrainers,
damals im Spiel Duisburg gegen Köln. Da stürmte
der Rettig, damals noch Manager des 1.FC
Bahnhofskapellendorf, nach dem Zwischenfall an
der Seitenlinie von der Tribüne aus (!) auf den
Platz, um sich anschließend mit dem damaligen
Duisburger Keeper Georg Koch auf dem Feld
anzulegen. Und das ist ja nicht der einzige
Zwischenfall, bei dem er seine Klappe meterweit
aufriss. Von so jemandem muss man sich nun
wirklich nicht moralisch belehren lassen, auch
Olivier Caillas nicht, dessen nicklige
Spielweise ich an manchen Tagen auch nicht mag,
das schrieb ich auch schon des Öfteren. Aber
ausgerechnet der Rettig gießt dann noch Öl ins
Feuer. Wenn man Spieler wie Stinkstiefel Thurk
oder Holzhacker Sinkala in der Mannschaft hat,
der bereits nach zwanzig Minuten routiniert
unseren Abräumer Claus Costa aus dem Spiel
knickte und dafür noch nicht mal Gelb sah, und
wenn man sich selbst auch nie so ganz
zurückhalten kann, dann sollte man in puncto
Fair Play etwas mehr Zurückhaltung üben. Aber er
ist natürlich ein PR-Profi und weiß, dass das
DSF genau so etwas hören will. Und die
übernahmen es ja dann auch begeistert. Das ist
also die schmierige Art der Berichterstattung,
an die man sich in der 2. Liga gewöhnen muss.
Aber ich hab mich früher ja auch schnell daran
gewöhnt, dass Raider auf einmal Twix hieß. Ich
schaff das auch mit dem DSF. Die Wertigkeit
dieser beiden „Häppchen“ ist ja nahezu gleich.
Abschließend zum
Spiel hier noch die Aussage von Ex-Fortune Axel
Bellinghausen, der der Augsburger mit den
meisten Ballkontakten an jenem Abend war und der
uns fast noch das Unentschieden verhagelt hätte.
Bis zum nächsten Mal, Axel!
„Für den Familienfrieden ist das 1:1 vielleicht
das beste Ergebnis, aber den hätte ich für ein
Wochenende auch geopfert. Wir haben hier zwei
Punkte liegen lassen. Dass ich den einen Ball
dann noch vor der Linie kläre, ja okay,
Entschuldigung dafür.”
Gelungene Revanche
Am 19.09.2009
schließlich ging es ins Münsterland, zum
Tabellenvorletzten RW Ahlen. Einen ganzen Punkt
aus fünf Spielen hatten die bisher geholt, dazu
ein einziges Tor erzielt, das auch noch
auswärts. Allerdings sprach so einiges auf dem
Papier gegen Fortuna. In der letzten Saison gab
es diese Partie nicht, da spielte Ahlen schon in
der 2. Liga. In den beiden Spielzeiten zuvor
jedoch hatte Fortuna in der Regionalliga Nord im
Wersestadion richtig derbe Prügel einstecken
müssen – ein 1:5 und ein 1:4 standen zu Buche.
Und im aktuellen Kader der Ahlener standen
reichlich Spieler, die schon Erfolgserlebnisse
gegen Fortuna gehabt haben, sei es mit Ahlen
oder mit Wuppertal oder mit Kickers Emden oder
mit Paderborn. Reichwein, Toborg, Kumbela,
Moosmayer, um nur diese vier zu nennen. Mal ganz
abgesehen von Trainer Stefan Emmerling, dem
Ex-Fortunen, der uns jahrelang mit Kickers Emden
geärgert hatte. Also nicht die allerbesten
Voraussetzungen. Aber das Schöne am Fußball ist
ja, dass das Papier, auf dem solche Dinge
geschrieben stehen, es manchmal nicht wert ist,
sich damit den Allerwertesten abzuwischen. Das
macht es ja so spannend.
Somit also Anstoß
an jenem Samstag um 13 Uhr, 6.600 Zuschauer,
davon mindestens 3.500 Fortunen, in diesem
lieblos aus alter Tribüne, ganz alter Tribüne,
neuer Tribüne und ganz neuer Tribüne
zusammengeschusterten Dorfstadion, aber
wenigstens die Waffeln-und-Süßigkeiten-Bude
hinter der Haupttribüne gibt es noch (endlich
mal wieder eine Tüte Gemischtes für einen Euro
geholt…für dreißig Cent von der Nr. 3, für
dreißig von der Nr. 5 und für vierzig von der
Nr. 11, den Sauren…einfach knuffig). Weber
bekommt hinten rechts den Ball, spielt ihn lang
nach vorn, Harnik verlängert per Hackentrick auf
Jovanovic, der lässt den Ball einfach durch, und
die Kugel rollt in den Lauf von Andreas
Lambertz, der macht noch ein paar Schritte mit
dem Ball und biggelt ihn dann unter dem heraus
stürzenden Keeper Kirschstein ins leere Tor –
0:1 nach unfassbaren 19 Sekunden. Saisonrekord,
wahrscheinlich auch Vereinsrekord. Feinbier traf
zwar mal nach 13 Sekunden, 2005 in Berlin, aber
das war zu Beginn der zweiten Halbzeit. Ein
Traumstart für Fortuna.
Und dann ging es
auch so weiter. Fortuna spielte den völlig
verunsicherten Gastgeber schwindlig, hatte
Chancen im Minutentakt. Insbesondere Jovanovic,
immerhin einer von drei Ex-Ahlenern in unseren
Reihen (mit Keeper Ratajczak und
Innenverteidiger Langeneke, der erstmals in
dieser Saison auflaufen konnte) wirbelte, dass
den heimischen Abwehrspielern Hören und Sehen
verging, bestens unterstützt von Harnik, der den
Vorzug vor dem gegen Augsburg völlig
enttäuschenden Bulykin erhalten hatte (Harnik
war auch dort bereits in der Pause für Bulykin
eingewechselt worden). Die zwei veranstalteten
in der Ahlener Abwehr ein unglaubliches
Tohuwabohu, bestens unterstützt von Kapitän
Lambertz, der seine eher durchwachsenen
Leistungen der letzten Spiele vergessen ließ und
seine beste Saisonleistung hinlegte. Man konnte
gar nicht so schnell gucken, wie es vorne rund
ging. Harnik setzt sich über links durch,
flacher Ball in die Mitte, Jovanovic grätscht um
Zentimeter an Ball und leerem Tor vorbei;
Jovanovic lässt vier Ahlener (!) stehen, spielt
rechts in den Strafraum auf Harnik, der setzt
die Kugel flach an den langen Pfosten, Jovanovic
macht den Abpraller aus zwölf Metern rein – 0:2
(12. Minute); Harnik und Jovanovic spielen
rechts am Strafraum einer mir nicht mehr
erinnerlichen Anzahl Ahlenern Knoten in die
Beine, den anschließenden Aufsetzer von
Jovanovic fischt Torwart Kirschstein so gerade
eben noch aus dem kurzen Eck; bei der
anschließenden Ecke springen erst Jovanovic,
dann Weber am Ball und völlig desorientierten
Gegenspielern vorbei. Nach noch nicht einmal
zwanzig Minuten musste das Spiel eigentlich
durch sein, über drei, vier Gegentreffer hätten
sich die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt nicht
beschweren können. Taten sie übrigens auch
nicht, sie waren bemerkenswert hilflos.
Ebenso
bemerkenswert, wie Fortuna just nach diesen
zwanzig Minuten dem Gegner wieder auf die
Sprünge half: Fehlpass von Fink im Mittelfeld,
der Ball kommt rechts raus zu Busch, der flankt
in aller Seelenruhe in den Strafraum, Bröker
gewinnt am Elfmeterpunkt das Kopfballduell gegen
Cakir, Torwart Ratajczak steht einen Tick zu
weit vor dem Tor und die Kugel senkt sich über
ihn ins lange Eck, quasi ein Tor „Union Berlin
Reloaded“ – ein Tor, völlig aus dem Nichts. Das
erste Heimtor für Ahlen, vom Stadionsprecher,
der ansonsten eine ziemliche Nervensäge war,
sehr schön kommentiert mit: „Die Älteren unter
Ihnen werden sich an diesen Vorgang noch
erinnern können – Tooor in Ahlen!“
Prompt ließ
Fortuna die Zügel etwas schleifen, die Ahlener
kamen besser auf, ohne allerdings wirklich
gefährlich zu werden. Bedauerlich dann auch,
dass ausgerechnet Jovanovic schon nach 36
Minuten mit Kniebeschwerden vom Platz gehen
musste. Für ihn kam Bulykin. Etwas
unverständlich, weil man doch glauben konnte, es
wäre cleverer, einen schnellen Konterspieler zu
bringen, der mit Gaus auch auf der Bank saß.
Aber der Trainer würde sich schon etwas dabei
gedacht haben. Hoffentlich.
Mit der hoch
verdienten, aber viel zu knappen Führung ging
man in die Pause, mit besten Aussichten auf eine
Zitterpartie danach. Wir verstehen es ja
ziemlich oft, gerade solche Gegner gerne mal
aufzubauen. Umso erfreulicher, dass es diesmal
nicht der Fall war. Man ließ die Ahlener noch
fünf Minuten nach Wiederbeginn ein bisschen
kommen und legte dann selbst ein paar Briketts
nach. Ahlen wurde wieder hinten rein gedrängt,
beging wieder Fehler, und legte dann selbst zur
Entscheidung auf: Bulykin fummelte sich in den
Sechzehner, anstatt zu schießen legte er dann
noch quer auf Harnik, was völlig unsinnig war,
denn der war von Felgenhauer bestens
abgeschirmt, die Chance damit eigentlich vorbei.
Aber Felgenhauer war so nett und legte den Ball
nochmal quer zu Bulykin, der diesmal
geistesgegenwärtig reagierte und sofort mit
rechts abzog – drin, 3:1, erstes Saisontor für
Bulykin, das Ding war durch. Schön auch, dass
die Fans, dies mit „Bulykin,
Bulykin!“-Sprechchören honorierten. Der in den
letzten Wochen arg Gescholtene strahlte
daraufhin wie ein Honigkuchenpferd und drehte
noch ordentlich auf. Der dreht sich zwar immer
noch so flott, wie eine neue Eiszeit
hereinbricht, aber er gewann plötzlich jeden
Kopfball, schirmte die Bälle gut ab, legte immer
wieder prima auf. Es lief so gut, dass Trainer
Meier anschließend auch den Youngster Gaus für
den quirligen Harnik bringen konnte, der ein
Superspiel von Beginn an lieferte. Und Axel
Lawaree ist ja immer noch verletzt. Auweia,
nicht dass ausgerechnet wir plötzlich ein
Luxusproblem im Sturm bekommen…also ich hätte
nichts dagegen!
Den Schlusspunkt
setzten dann der Kapitän und der Jungspund. Andy
Lambertz spielt auf rechts mal wieder
Ringelreihen mit diversen Gegenspielern, zieht
im Strafraum zur Grundlinie und spielt dann in
den Rücken der Abwehr. Und da rauscht Marcel
Gaus heran und versenkt die Kugel aus vollem
Lauf links unten im Eck zu seinem allerersten
Zweitliga-Tor. Traumhaft.
Solche Spielzüge
wie beim ersten, zweiten und vierten Tor hat man
bei uns selten mal in einem Spiel gesehen.
Natürlich darf dieser erste Auswärtssieg in der
2. Liga seit zehn Jahren nicht überbewertet
werden, denn der Gegner war wirklich
erschreckend schwach, es gab fast keine
Gegenwehr. Am Tag danach machte man in Ahlen
dann auch Tabula rasa und entließ mit Trainer
Emmerling, Co-Trainer Heemsoth und Manager
Grädler gleich drei Leute auf einen Schlag.
Etwas skurril war dies besonders im Fall des
Managers, der unmittelbar nach dem Spiel im
Interview sagte, natürlich werde man sich jetzt
zusammensetzen und diskutieren, ob
Personalentscheidungen zu fällen seien. Da hatte
er wohl dann recht zügig nichts mehr
mitzudiskutieren. Aber wie gesagt, oft genug
haben wir solche Gegner wieder aufgebaut, ich
erinnere nur an Lübeck in der vorletzten Saison.
Schön, dass man endlich mal konzentriert
spielte, bis auf den kleinen Durchhänger vor der
Pause, und den Gegner auseinander nahm. Man kann
hochzufrieden mit dem Spiel sein, sollte aber
als kleinen Kritikpunkt die Chancenverwertung
mitnehmen. Und dass Gegentore eigentlich nicht
so aus dem Nichts fallen dürfen. Aber ansonsten:
eine beeindruckende Vorstellung!
Und so finden wir
die Fortuna nach sechs Spieltagen in der 2. Liga
auf Platz 5. Fortuna II steht in der
Regionalliga West übrigens auch auf Platz 5, mit
14 Punkten nach acht Spieltagen, das finde ich
eigentlich noch viel überraschender. Guck an!
Viel wichtiger als die Platzierung der ersten
Mannschaft erscheinen mir jedoch die bislang
geholten zehn Punkte. Das sind nämlich jetzt
schon sechs mehr als die aktuelle Mannschaft auf
dem Relegationsplatz, die TuS Koblenz,
aufzuweisen hat. Und gar neun mehr als die Teams
auf den direkten Abstiegsplätzen, Ahlen und der
FSV Frankfurt, auf dem Konto haben. Horte in der
Zeit, dann hast du in der Not!
Und nun kommt am
nächsten Montag, 28.09.2009, Alemannia Aachen
zum „Westschlager“ (ich wette, so oder so
ähnlich werden sie es bewerben) in die
Esprit-Arena. Ein tolles Spiel, das hoffentlich
30.000 Zuschauer anlocken wird. Ich werde es
leider verpassen, denn ich begebe mich
übermorgen (Dienstag) in meinen diesjährigen
Urlaub. Wer zu einer solchen Zeit Urlaub buchen
muss, muss natürlich damit rechnen, ein Spiel zu
verpassen. Aber das hätte es nun wirklich nicht
sein müssen. Naja, es kommen auch wieder andere
Zeiten. Die nächsten beiden Auswärtsspiele zum
Beispiel, Greuther Fürth und Kaiserslautern, vom
Feinsten. Und dazwischen Heimspiel gegen den
Tabellenletzten FSV Frankfurt. Ganz wichtig,
gegen die genauso aufzutreten wie in Ahlen. Denn
gerade die Frankfurter, die waren nach der
Hinrunde der letzten Saison ja eigentlich auch
schon abgestiegen und zogen mit einer
beeindruckenden Rückrunde noch den Kopf aus der
Schlinge. Die haben also schon mal demonstriert,
wie schnell sie andere Vereine mit runterziehen
können. Muss ich nicht am eigenen Leibe
erfahren!
Sagt erstmal tschö:
janus
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