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Pokal:
Türkgücü
Liebe
Boarder,
langsam
wird’s hier nostalgisch – es naht der Nächste,
sich zu verabschieden! Nur wie gewohnt etwas länger
als die anderen :)
Ja,
nun ist es also soweit – wir machen den Laden
dicht, alles muss raus, es gibt Schnäppchen zu
Sonderpreisen.
Als
mir diese Worte gestern Abend beim Lesen der
entsprechenden Threads durch den Kopf gingen,
hielt ich für einen Moment inne: ich habe im
Laufe der letzten Monate über einige Ausflüge
hier berichtet. Über das Spiel am nächsten
Sonntag zu berichten, dürfte wohl kaum der Rede
Wert sein, schließlich handelt es sich dabei um
„mein Heimspiel“ in Bonn. Das einmalige
Wechseln der Buslinie, um binnen ca. 30 Minuten
das Stadion zu erreichen, dürfte wohl kaum von
solch immensem Erfahrungswert sein, dass es sich
lohnen wird, darüber mehr als zwei Zeilen zu
verlieren (aber wer weiß...warten wir ab,
schließlich ist z.B. hier ja auch schon lange
nicht mehr gestreikt worden). Das Heimspiel
gegen Rheydt fällt nun auf den 08.September und
damit auf den Tag X für unser Board. Lohnt sich
also auch kaum noch.
Und
wenn es hier jetzt alles zu Dumping-Preisen
gibt, dann hauen wir auch den letzten Ladenhüter
raus: „Ground Hopping“ zum Pokalhammer Türkgücü
Düsseldorf-Fortuna Düsseldorf, mit getauschtem
Heimrecht, Spielstätte somit das PJS, 1. Runde
ARAG-Pokal. Oder doch Kreispokal? Wer weiß das
schon so genau heute! Wir spielen anscheinend in
so vielen Pokalwettbewerben mit, dass wir uns,
was die körperliche Belastung unserer
Ballzauberer angeht, im November/Dezember dem
dann unter Garantie zu vernehmenden Gejammere
der Bayern oder des BVB locker anschließen können.
Immerhin,
eine brisante Partie, ein Lokalderby – könnte
es sich da nicht lohnen, einige Zeilen über
dieses Match zu verlieren?
Bis
ich zu Ende gegrübelt hatte, verriet mir ein
Blick auf die Uhr, dass es 18.12 Uhr war. Das
Spiel begann um 19.30 Uhr. Wie jetzt noch aus
dem heimatlichen Bonn ins ferne Düsseldorf
gelangen? Nun, zum einen natürlich mit der
Bahn. Wer aber der Meinung ist, die Rechnung
[19.30 Uhr abzüglich 18.12 Uhr = 1:18 Stunde
Fahrtzeit für ca. 80 km = machbar] ginge zu
allen Seiten der Gleichheitszeichen auf, den
darf ich bei Interesse (egal ob noch- oder
erstmals) [hiermit; Link zum MSV-Spiel]
widerlegen.
Also
zermarterte ich mir weiter das Hirn. Eine selbständige
Anfahrt mit einem privaten Kfz fiel leider aus,
da ich nicht über die erforderliche
Fahrerlaubnis verfüge. Nicht dass [b]mir[/b]
das etwas ausmachen würde, im Gegenteil, das
ist eher praktischer, was ich nicht habe, kann
mir niemand abnehmen, allerdings hatte die
Person, deren Wagen in der Tiefgarage zur Verfügung
gestanden hätte, doch arge Bedenken, mir diesen
anzuvertrauen. Und selbst fahren wollte sie auch
nicht – Verrat: letztes Wochenende mit nach
Bocholt gurken, weil da alles so schön grün
ist, aber jetzt die wesentlich kürzere Strecke
zur Müllverbrennungsanlage nach Düsseldorf
verschmähen! Sehr bedenklich.
Erschüttert
über so viel Misstrauen im zwischenmenschlichen
Bereich griff ich zum Telefon und somit zur
letzten denkbaren Alternative: eine ganz liebe
Bekannte meinerseits, hier im Board wie auch im
wirklichen Leben unter dem Namen Danny bekannt,
von Beruf Taxifahrerin, wurde angeklingelt.
Vielleicht hatte sie ja frei und auch Lust, mit
mir zum Pokalspiel zu fahren.
Leider
hatte sie weder das eine noch das andere, bot
mir aber mehr im Scherz an, mich quasi zum
Selbstkostenpreis nach Düsseldorf zu
kutschieren. Normaler Preis: ca. 115,-- €.
Plus 115,-- € zurück. Ihr Angebot: 85,-- €.
Dafür aber dann auch hin und zurück.
Erst
lachte ich, dann dachte ich, und zwar nach. In
Bonn war eh nix los, auch sonst standen keine
wichtigen Termine an, außerdem war es der 28.
und am 30. bekomme ich Geld. Da könnte man
doch...und so eine Gelegenheit kommt auch so
schnell nicht wieder, sagte ich mir. Stimmt,
wann spielen wir schon mal wieder gegen Türkgücü?
Selbst bei unterirdischster Leistung unserer
Lieblinge in den nächsten Monaten kann das ja
noch drei Jahre dauern, denn Türkgücü spielt
Bezirksliga, das sind noch drei Abstiege. Also
warum nicht?
Was
hab ich früher über die Leute gelacht, die zum
Frühstück mal eben nach Paris fuhren!
Yuppie-Volk, habe ich mir gedacht, Bonzen,
Aufschneider! Naja, aber ernsthaft: was ist der
Louvre, was sind Montmartre, Moulin Rouge und so
ein alberner Eiffelturm, von dem selbst viele
Franzosen sagen, dagegen könnte mal ein Flieger
donnern – was ist das alles gegen die 1.
Hauptrunde im ARAG-Niederrhein-Pokal gegen Türkgücü
Düsseldorf? Eben.
Nachdem
ich Danny davon überzeugen konnte, dass ich
nicht scherzte, holte sie mich um 18.45 Uhr von
zu Hause ab. Aller Anfang ist schwer, zwar habe
ich den Zubringer zur A 565 so ziemlich direkt
vor der Haustür, damit leider aber auch eine
ganze Blechlawine, denn auf dieser Bonner
Stadtautobahn war schon Stau gemeldet. Also
fuhren wir umsichtig ins Bonner Zentrum und dann
von dort erst auf die Autobahn, da war der Stau
nämlich schon zu Ende. Ja, wohl dem, der den
Verkehrsfunk zu hören und auch zu deuten weiß!
Danach
zügig weiter über die A 59 auf die A3 Richtung
Düsseldorf und – stopp! Groben Fehler
gemacht, Heumarer Dreieck vergessen. An diesem
fantastischen Verkehrsknotenpunkt, an dem
anscheinend Autobahnen aus allen
Himmelsrichtungen zusammen finden, wird ja die
Quadratur des Kreises versucht, sprich auf kürzester
Distanz von einigen Kilometern aus sechs Spuren
drei zu machen. Ist wahrscheinlich sehr
unterhaltsam für die Verkehrswacht, die im
Hubschrauber oben drüberweg fliegt, hat aber
zur Folge, dass dort regelmäßig Stau oder
zumindest zäh fließender Verkehr herrscht. Und
zwar so regelmäßig, dass es meist gar nicht
mehr im Verkehrsfunk auftaucht, nur noch ab
einer bestimmten Länge. Wahrscheinlich würden
sie bei den Verkehrsmeldungen an dem Tag einen
Tusch spielen, wenn das Heumarer Dreieck mal
ausnahmsweise [b]nicht[/b] erwähnt wird.
Wir
hatten Glück, wir hatten „bestimmte Länge“
und tauchten daher im Verkehrsfunk auf, 4 km.
Zwischenzeitlich erhaschte ich immer wieder
mitleidige Blicke von Fahrern neben mir, bei
denen bei unserem Anblick wohl auch der innere
Taxameter zu ticken begann und die dann
ausrechneten, was ich wohl auf der Uhr haben würde,
wenn sie in einer halben Stunde immer noch neben
mir stehen würden. Tja, Leute, Pauschalpreis! hätte
ich ihnen liebend gern zugerufen, aber das hätte
mich wohl gezwungen, darüber nachzudenken, was
für einen Schwachfug ich hier grad
veranstaltete, vom logischen Standpunkt aus
gesehen, und daher unterließ ich jede
Konversation. Logisches Denken hat noch nie zur
Leitkultur des gemeinen Fortuna-Fans gehört,
ansonsten hätte z.B. die Truppe der vorletzten
Hinrunde frühzeitig unter Ausschluss der Öffentlichkeit
gespielt.
Nachdem
der Stau dann vorbei war, ging es zügig weiter
über Köln, Leverkusen, Opladen, Hilden, Düsseldorf
– ach herrje, soviel Schwung gehabt, glatt die
Ausfahrt zur A 44 verpasst! Also noch ein
bisschen weiter bis zum Breitscheider Kreuz
(auch sehr nett da), Stück zurück, dann auf
die A 52, immer schön geradeaus, bis man genau
in das neue ARAG-Hochhaus reinbrettert. Dann über
Mörsenbroich gefahren, an meiner alten
Arbeitsstelle vorbei, was meine furchtlose
Fahrerin gar nicht interessierte (jaja, der
schlechte Ruf des Berufsbeamtentums!), METRO
(ist das noch Gerresheim?) und an der DEA dann
links rein, geradeaus, nach links auf die
Dorotheenstraße, und schwupps, schon war das
Stadion ausgeschildert und wir vor Ort bei
diesem packenden Pokalkrimi!
Kleiner
Nachteil: es war bereits 20.05 Uhr, als ich vor
der natürlich abgesperrten Zufahrt zum Stadion
ausstieg, der Stau hatte wohl doch ein kleines
bisschen länger gedauert als erwartet. Problem
Nr. 2: irgendwie hatte ich vergessen, auch noch
Geld mitzunehmen, da der Aufbruch nach spontanem
Entschluss ja relativ hastig erfolgt und keine
Zeit geblieben war, noch ein entsprechendes
Geldinstitut aufzusuchen (über die
Funktionsweise und Foltertechniken der dort
aufgestellten Maschinchen demnächst mehr in
meinem Erstlingswerk: „Deutschland, Deine
Automaten – ein Bericht aus dem Leben“ –
ich such nur noch einen Abnehmer dafür). Aber
die Bonner (bzw. Bad Godesberger) Taxifahrer
sind ja nicht umsonst die besten der Welt,
jawohl! Nicht nur, dass Danny mir großzügig
den Fahrpreis bis zur Rückfahrt stundete, sie
versorgte mich auch noch mit ein bisschem Barem,
damit ich das Spiel auch wirklich optisch und
nicht nur akustisch vor dem Stadiontor genießen
und mich dabei noch an einem der legendären
FB-Würstchen laben konnte! Und wieder ein großes
Dankeschön!
Aufgrund
der knappen Barschaft, die sich somit in meinem
Portemonnaie tummelte, beschloss ich, zum ersten
Mal im FB den Stehplatzbereich Osttribüne
aufzusuchen. Im Kassiererhäuschen ein etwas älterer
Herr, der grad die Tageseinnahmen zählte,
umringt von fünf Securityleuten, die wohl
aufpassten, dass sich nicht ein Cent
versehentlich zum Schaden des Vereins irgendwo
„hinausveränderte“. Da mir an diesem Tag
schon so viel Gutes im Bereich der
zwischenmenschlichen Beziehungen widerfahren
war, beschloss ich spontan mein Glück zu
versuchen, setzte meinen treuherzigsten
Dackelblick auf und sprach ergriffen die Worte:
„Muss ich denn noch Eintritt zahlen?“ Dies
wurde locker bejaht, aber der Mann hatte ein
Herz und fügte daher hinzu: „Wenn Sie noch 5
Minuten warten“ (nämlich bis zum
Halbzeitpfiff) „dann nicht mehr“ Aber wie hätte
ich nach dieser Anfahrt auch nur fünf Minuten
auf unsere geliebte Fortuna verzichten können!?
Also überlegte ich nur kurz und teilte dem Mann
das diesbezügliche Ergebnis ebenso kurz mit:
„Scheiß drauf!“
Aufgrund
dieses Beweises echten Fan-Bewusstseins zeigte
der Mann dann seinerseits eindeutig Größe. Er
schob mir nämlich eine Karte für den ermäßigten
Eintrittspreis von 3,-- € zu und sagte kurz
und bündig: „Sie sind arbeitslos!“ Welch
ein Genie! Und auch hellseherisch veranlagt!
Denn woher weiß der Mann, dass ich Beamter von
Beruf bin??? Danach aussehen tue ich eigentlich
nicht grad. Aber egal, einmal gedankt, drei Euro
rübergeschoben (und ich hoffe, dass das kein
Offizieller hier liest, ich will ja nicht für
noch einen Arbeitslosen mehr in der Statistik
verantwortlich sein, also, liebe Offiziellen:
alles nur erstunken und erlogen) und dann
endlich: meine erste Begegnung mit der legendären
Osttribünen-Security. Körperkontakt vom
Feinsten und auch an den diversen Inhalten
meiner Hosentaschen waren sie sehr interessiert,
aber es gelang mir, den stahlharten Jungs klar
zu machen, dass ein Kugelschreiber für mich
kein potentielles Wurfgeschoss, sondern ein
Arbeitsutensil darstellt. Aber das hatte schon
alles seine Richtigkeit! Die Jungs hatten das nämlich
genau ge-timed. Kaum war ich aus ihren zärtlichen
Händen entlassen und den Weg zu den Stehplätzen
emporgeeilt, fiel nämlich auch schon ein Tor.
Und ich habs gesehen! Der Mayer hats gemacht,
jawohl! Mein Gesprächspartner, der mir dort über
den Weg lief, sagte dann auch, es handele sich
um das 1:0. Na super, dann habe ich ja noch
nicht mal was verpasst. So schön kann Fußball
sein.
Während
ich mich am Würstchenstand verpflegte, schlug
der Mayer nochmal zu, aber natürlich war es
Abseits. Und unmittelbar danach war noch etwas
ganz anderes, nämlich Halbzeit. Zur Leistung in
der ersten Halbzeit kann ich daher nur sagen:
„Es war ein typischer Pokalfight“ – das
passt ja immer.
Schnell
ein paar Hände geschüttelt, ungläubiges
Staunen in Wort und Blick bei einigen Bekannten,
die mich hier im Board um kurz nach sechs noch
online gesehen hatten, und schon ging die zweite
Halbzeit los.
Türkgücü
bemüht, aber völlig harmlos, mit vielleicht
einer halben Torchance, die größte Gefahr
bildete der Trainer, der auf den Vornamen Cem hörte,
und vor lauter Erregung immer wieder Gefahr
lief, aus der Coachingzone zu hüpfen, was aber
von uns aufmerksamen Fans immer wieder bemerkt
und auch lautstark geäußert wurde. Cem war
auch dankbar, dass ihm das regelkundige Publikum
so unter die Arme griff und vor einem drohenden
Verweis auf die Tribüne durch den bestimmt
anwesenden DFB-Offiziellen bewahrte, schließlich
gibt es auf dem Aschenplatz von Sparta Bilk, wo
Türkgücü sonst seine Heimspiele austrägt, höchst
wahrscheinlich keine Coachingzone. Also winkte
Cem immer wieder erfreut ins Publikum, kassierte
mehr als einen verdienten Beifall für seine
engagierte Leistung und verließ die
Coachingzone auch nur noch einmal, um sich um
einen verletzten Spieler zu bemühen. Der Mann
sollte sich mal bei uns bewerben, der hat
Ausstrahlung, ich sag mal: Charisma, und konnte
schon sehr gut mit den Fans interagieren, was
bei einem Klub wie Fortuna, bei dem sich Spieler
übers Internet anscheinend Druck einreden
lassen, ja ganz wichtig sein kann.
Dann
aber ereignete sich Ungeheuerliches: Türkgücü
wechselte aus. Die mächtige Stimme von Dieter
informierte uns darüber, dass für irgendeinen
Herrn –ic nun ein Enver –ic auflaufen
sollte. Na, und diese Namen kennen wir doch
alle! Hierbei kann es sich doch nur um
irgendwelche bosnisch-serbisch-kroatischen
Talente handeln, die von Aleks Ristic irgendwann
mal übersehen worden sind. Und das bei [b]Türkgücü[/b]???
Das schuf Diskussionsbedarf. Wie war das mit dem
vierten Nicht-EU-Ausländer? Cem wurde zur Lage
befragt, aber er lachte nur, so dass uns die
Antwort klar war: Fortuna ist in weiser
Voraussicht der Ausländerproblematik sowieso
nur unter Protest aufgelaufen und hat somit eh
schon gewonnen. Als ehemaliger Regionalligist
hat man mit diversen Protesten und
Spielannullierungen ja so seine Erfahrung. Na,
das hat uns aber mächtig beruhigt.
Ach
ja, Fußball gespielt wurde auch noch: Es fiel
noch der 2:0-Siegtreffer dank der Bauernschläue
eines abgezockten Ex-Profis: als eine Flanke von
links in den Strafraum segelte, nahm Michi Rösele
in der rechten Seite des Strafraums die Kugel
volley mit dem rechten Fuß und drosch sie
wieder nach links zurück Richtung VIP-Zelt.
Bevor die dort vor dem Zelt versammelte
Hundertschaft jedoch in Deckung gehen und den
Michi wegen des Anschlags auf ihre Gesundheit
festnehmen konnte, hielt ein Abwehrspieler von Türkgücü
den Schlappen hin und lenkte den Ball ins eigene
Tor. Ja, der Michi ist pfiffig. Denn dass das
kein Zufall war, bewies er einige Minuten später
mit einer völlig ungefährlichen Freistoß-Rückgabe,
die wieder einen Türkgücü-Körper traf,
diesmal jedoch nur an der Latte landete. Aber
wer schon mal beim 1. FC K*** gespielt hat, der
kennt wirklich jeden Trick.
Was
danach noch an glasklaren Chancen versemmelt
wurde, vermag ich gar nicht mehr alles aufzuzählen,
insbesondere scheint die Fußball-Mafia DFB
gestern vor Spielbeginn spontan die Höhe des
Tores neu reglementiert zu haben, es ging
wirklich alles drüber, was da aufs Tor kam,
egal aus welcher aussichtsreichen Position. Das
kann doch kein Zufall sein!
Fazit:
2:0 gewonnen und – es war der typische
Pokalfight, natürlich...
Außer
mir haben dieses pokaltechnische Highlight übrigens
angeblich 1.201 Zuschauer verfolgt. Die Betonung
liegt auf „angeblich“...;)
Was
die Rückfahrt anbetrifft, erstmal ein Dankeschön
an Fortuna-Kantine, der mich nach Derendorf zu
meiner wartenden Taxifahrerin brachte,
ungeachtet der Tatsache, dass ich durch die
inzwischen hereingebrochene Dunkelheit mal die
ein oder andere Straße auf dem Weg dorthin
verwechselte.
Von
Derendorf aus gönnten wir uns dann eine etwas
exklusivere Heimfahrt, schließlich wollten wir
noch was sehen vom deutschen Autobahnnetz. A
57, A 1, A 4, A 559, A 59, A 565 – wir haben
sie alle gehabt! Und
trotz dieses Autobahn-Hoppings waren wir
schneller zu Hause als bei der Hinfahrt in Düsseldorf
– bereits um 23.15 Uhr hieß es vor der
heimischen Haustür Abschied nehmen.
Die
Eintrittskarte werde ich mir aufheben, das könnt
ihr mir glauben. Herzlichen Dank nochmals an
dieser Stelle an Danny, dass sie bei dieser
idiotischen Idee mitgemacht hat. Ein Spiel für
drei Euro Eintritt, aber fünfundachtzig Euro
Fahrtkosten. Und zum Glück kam mir erst später
im Bett der Gedanke, den ich von Amts wegen
eigentlich um 18.12 Uhr hätte haben sollen:
„Bist du eigentlich beknackt?“
Aber
was denkt man nicht alles so im Halbschlaf...
PS.
Und falls wir in der 2. Runde wirklich gegen RWE
spielen sollten – da komme ich nicht. Das ist
doch so was von normal, das interessiert
wirklich keinen ;)
Tja,
und dies war dann, wie oben schon angekündigt,
wohl vorläufig der letzte etwas längere
Artikel von mir. Ich danke allen, die meine
etwas ausführlichen Zeilen in den letzten
Monaten nicht nur ertragen, sondern vielleicht
sogar gelesen haben. Vor allem danke ich auch für
das Feedback, das ich eigentlich immer hatte. Überraschenderweise
hat das Positive überwogen, und das, obwohl ich
bei manchen Sachen doch ordentlich überspitzt
habe, um den Sachverhalt klarer darzustellen.
Aber auch für negative Kritiken bin ich immer
empfänglich, ist immer besser, zur Diskussion
anzuregen, als wenns gar keinen interessiert hätte.
Ob
sich irgendetwas „Kolumnentechnisches“ bei
der „Fortuna-Aktuell“ ergeben wird, weiß
ich nicht. Ob ich solche literarischen Ergüsse
ins DiFo setzen werde, wenn man die
Forenstruktur beim Relaunch nicht ändern
sollte, wage ich zu bezweifeln. Zum einem glaube
ich, dass dort (prozentual gesehen) viel weniger
Leute an solchen Monsterpostings (von der Länge
her) interessiert sind, zum anderen ist es
relativ witzlos, sich jedes Mal einige Arbeit zu
machen (ca. 1-2 Stunden pro Artikel), wenn das
Ganze dann nach einer halben Stunde im Nirwana
verschwunden ist. Aber ich werde sicherlich ab
und zu noch ins DiFo reinschauen. Auch bei der
neuen HP von Sascha, and-one und Ex-Nemesis
(kleiner Tipp zum Nick: er hat auch dort die
meisten Postings – wen wundert’s? ;)) wird
man mich sicherlich dann und wann finden, obwohl
ich dort nach einem kleineren Datenbank-Crash
vom letzten Wochenende ja erstmal wieder zum „Rookie“
zurückgefallen bin. Also, falls ihr dort
jemanden seht, der so heißt wie ich;) und über
Fortuna oder den HSV meckert – das sollte ich
wohl sein.
Ansonsten
noch viel Spaß in den letzten Tagen hier im
Board und vor allem vielen Dank an jene, die
mich beim kickbase-Fan-Autoren-Wettbewerb mit so
guten Noten bedacht haben, oft sogar mehrmals,
wie ich munkeln hörte;) Die fünf
bestbewerteten Artikel je Kategorie sind
mittlerweile einer Jury vorgelegt worden, die
u.a. mit Werner Hansch und Heribert „Tooor!!!
Nee“ Faßbender besetzt ist. Das Ergebnis
steht noch aus. Sollte sich da irgendwas
ergeben, werde ich es den/die Interessierten
gerne wissen lassen. Zumindest ist in Planung,
einige der Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen.
Falls meine dabei sein sollte, wäre das noch
ein wenig posthumer Ruhm für das FiFA-Board,
denn von den Usern hier wurde der Grundstein
gelegt, dass es die Geschichte überhaupt so
weit geschafft hat. Nochmals vielen Dank dafür.
Man
liest sich und man sieht sich hoffentlich im
Stadion (A propos: wie wäre es denn, wenn einer
von euch „Düsseldorfern“ am Montag mal die
Reise nach Bonn schildert?),
„Vielen
Dank, ihr wart ein wunderbares Publikum“
:heul:
Macht’s
gut, und danke für den Fisch,
Carsten
„janus“
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